Blocktraining | Triathlon

Das kurze Trainingscamp – Brückentage richtig nutzen

Ein Ironman oder eine Challenge fordert jedem Triathleten alles ab!

Die Profis kämpfen sich nach unglaublichen acht Stunden ins Ziel, die Amateuere und Hobbies sind zehn, manche fünfzehn Stunden und länger auf der Strecke.

Unweigerlich stellt sich die Frage, wie schafft man das, welche Vorbereitung ist erforderlich um diese unfassbare Distanz zu meistern?

Das Ziel ist da, die Motivation groß, auf dem Weg zur Herausforderung „Ironman“ warten einige sinnvolle und empfehlenswerte „Tools“ auf dich!

Neben einer professionellen Trainingsplanung durch das AusdauerNetzwerk macht ein Trainingslager grundsätzlich zu jeder Jahreszeit Sinn.

Doch sollte das nicht mindestens zwei Wochen dauern um überhaupt einen nennenswerten Effekt zu erzielen und eine Stufe auf der Ironman-Leiter zu nehmen?

Effekte eines Trainingscamps

Angekommen auf Mallorca, Lanzarote oder Fuerteventura spürt man sofort den angenehmen Unterschied zur momentan verregneten Heimat. Die klimatischen Bedingungen lassen Triathlonherzen höher schlagen und ein extra Motivationskick ist garantiert! Der graue Alltag ist schnell vergessen, die positive Stimmung, das Training in einer Gruppe Gleichgesinnter, gutes Essen und Entspannung pur im Sterne Hotel bringen optimale Trainingsbedingungen mit sich.

Sobald der Kopf frei ist, bekommt das Training eine andere Qualität!

Es gilt zu beachten, dass je länger die ungewöhnlich hohe Trainingsbelastung anhält, desto komplexer wird die Strukturierung der Trainingseinheiten.

Regenerative Maßnahmen nehmen an Stellenwert zu!

Um die Trainingsqualität hoch zu halten werden Ruhetage, Stabi- und Stretchingsessions zwingend notwendig. Ein „Über“ an Training und die oft damit einhergehenden Überlastungserscheinungen heißt es zu vermeiden.

Der Ironman und Sportwissenschaftler Mathias Flunger rät, “der Trainingsumfang des Camps sollte pyramidenförmig gestaltet werden, in jedem Fall ist zu beachten den Umfang des bisherigen, gewohnten Trainingspensums pro Woche maximal zu verdoppeln. Muskuläre Ermüdung und eine Schwächung des Immunsystems sind natürliche Reaktionen auf den hohen Trainingsumfang.“

Demnach ist es ratsam den letzten Tag vor der Rückreise das Trainingsprogramm zu reduzieren und die Regeneration bereits einzuleiten. So gibt man dem Körper die Möglichkeit sich gestärkt auf die meist anstrengende Heimreise zu machen. Zu Hause angekommen, gelingt ein frühzeitiger, erfolgreicher Einstieg in das Training dadurch deutlich leichter.

Besondere Vorsicht ist bei der Rückkehr aus dem Trainingslager geboten. Um die Wiederherstellungsprozesse im Körper und auch die geistige Frische zu gewährleiten, ist eine Entlastunghsphase zu empfehlen. Erst danach heißt es den gewonnenen Leistungszuwachs weiter konstant auszubauen.

Das effektive Trainingscamp

Doch das lange Trainingscamp auf den bekannten Inseln hat nicht nur Vorteile.

Zu den ungewohnt hohen Trainingsbelastungen kommen lange Reisezeiten und das Urlaubskonto wird stark belastet!

Man muss nicht unbedingt ins Flugzeug steigen und wochenlang im tiefsten Süden trainieren um eine Langdistanz zu meistern.

Ein verlängertes Wochenende bietet die perfekte Grundlage um einen außergewöhnlich guten Trainingsreiz zu setzen!

Ausflüge von zwei bis vier Trainingstagen mit gesteigerten Umfängen sind leichter in das Kalenderjahr zu integrieren, bringen Abwechslung und bergen für Einsteiger wie für ambitionierte Athleten ein unheimlich großes Potential.

Sie bringen einen Vorgeschmack auf die Langdistanz, an einem Tag sehr, sehr lange sportlich unterwegs zu sein.

Wie bei der Challenge oder dem Ironman schärfen sie die Trainingsmoral, es heißt die Zeit bestmöglich zu nutzen, ökonomisch und effektiv unterwegs zu sein.

Dazu gehört es, sich eine Ernährungsstrategie während der Belastung zurecht zu legen. Der Sportwissenschaftler Mathias Flunger erklärt, “wichtig ist, Körper und Geist regelmäßig „aufzutanken“ um nichts an Leistungsfähigkeit einzubüßen! Alle 15-20min. sollte getrunken werden, kohlenhydrathaltige Gels und Riegel kommen zum Einsatz.“

Doch welche Dosierung, welche Produkte tuen mir gut, was vertrage ich, wie viel davon?

Es gibt keine bessere Gelegenheit dies herauszufinden als an sehr langen Trainingstagen.

Neben den Kosten die man limitiert, gibt es ein weiteres, wichtiges Argument das für das kurze Trainingscamp spricht. Abgesehen von den Profis, wird es für Amateure und Hobbies von Tag zu Tag schwerer zu regenerieren und damit die Qualität des Trainings aufrecht zu erhalten. Betrachtet man das verlängerte Wochenende als einen umfangreichen Trainingsblock mit einer Phase von reduziertem Training davor und danach, kann man diese Tage voll und ganz ausnutzen ohne einen Ruhetag während des Camps einlegen zu müssen.

Auch die Entlastungsphase danach ist deutlich kürzer, die Ermüdung ist weit geringer als nach einem klassischen Trainingslager.

Das kurze Trainingscamp bringt Sportler mit begrenztem Zeitbudget sehr effektives Training in kürzester Zeit!

„Empfehlenswert ist es, das zeitaufwändige Radtraining während dieser Tage zu priorisieren und nur mit kurzen Schwimm- und Laufeinheiten zu koppeln,“ so der Ironman Flunger.

So bieten beispielsweise die Rennrad Transalptouren des AusdauerNetzwerk perfekte Rahmenbedigungen für ein sehr effektives und effizientes Training mit Blickrichtung Ironman!

Autor: Mathias Flunger

Der Dipl. Sportwissenschaftler Univ. aus München knackt beim Ironman Nizza die Top Ten, überquert beim Ironman Frankfurt sub 9h die Ziellinie und kämpft beim Ironman Hawaii um die Krone des besten Amateurs.

Der Ironman gibt sein Wissen aus über 20 Jahren Triathlon an dich weiter.

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